Der BiPRO e.V., getragen von allen Branchengruppen, steht mit seiner offenen und transparenten Standardisierungsarbeit dafür, dem Markt allgemein und seinen Mitgliedern im Besonderen auch mit vielfältigen Dienstleistungen zu helfen, die Herausforderungen des digitalen Zeitalters erfolgreich zu bewältigen. Unser Verein beschäftigt sich daher auch permanent mit neuen technischen Entwicklungen im Hinblick auf deren mögliche Prozessrelevanz. Als eine Folge daraus wurden 2017 z.B. auch die Weichen für eine völlig neue Release-Generation unserer Normen mit dem Codenamen „RNext“ gestellt und eine entsprechende Arbeitsgruppe eingesetzt, die ihre ersten Ergebnisse auf dem diesjährigen BiPRO-Tag vorstellte und damit auf breite Zustimmung stieß. Das Präsidium und alle anderen Gremien sind der Überzeugung, dass mit RNext der für einen erfolgreichen Digitalisierungsweg notwendige nächste Schritt unverzichtbar ist. Gleichzeitig aber auch, dass das bisher Erreichte – nennen wir es einmal RClassic – weiter zu pflegen ist, um einerseits die getätigten Investitionen der Unternehmen sichern und andererseits einen möglichen Transformationsprozess hinreichend unterstützen zu können.

Für den Verein liegen damit enorme Herausforderungen auf dem Tisch, die mit den jetzigen personellen Kapazitäten der Geschäftsstelle künftig nicht mehr professionell bewältigt werden können und einen angemessenen Ausbau erforderlich machen. Um die hierfür erforderlichen Mittel bereit zu stellen, schlägt das Präsidium ab 2019 eine moderate Beitragsanpassung vor, die genau betrachtet im Grunde ein praktisch eher Aufholen der seit der letzten Beitragserhöhung vor vier Jahren eingetretenen Preissteigerungen widerspiegelt. Dem Präsidium ist bewusst, dass Beitragserhöhungen nicht regelmäßig auf offene Ohren treffen. Die Verantwortung dafür, dass der Verein seinen Mitgliedern die für eine weiterhin erfolgreiche Digitalisierung und Optimierung der Geschäftsprozesse hinreichenden Instrumente zur Verfügung stellen kann und die nachhaltige Entwicklung des Vereins gewährleistet wird, erfordert nach Überzeugung des Präsidiums eine entsprechend hinreichende Beitragsanpassung.

Neben dem Thema Beitragsanpassung steht bei der diesjährigen Mitgliederversammlung die Neuwahl des Präsidiums an. Wie Sie an den in der Anlage beigefügten Kandidatenvorstellungen erkennen, bewerben sich die bisherigen Präsidiumsmitglieder Thomas Berg (Gothaer), Robert Bärnreuther (Nürnberger) und Holger Severin (VHV) nicht mehr um das Amt, da sie in ihren Unternehmen Aufgaben übernommen haben, die ihnen die Tätigkeit als Präsidiumsmitglied zeitlich nicht mehr erlaubt oder von den Standardisierungsthemen entfernt bzw. in den nächsten Jahren in den Ruhestand wechseln.